100 Jahre Windhager

Von der kleinen Schlosserei zum weltweiten Heizkesselhersteller

2021 feiert Windhager ein besonderes Jubiläum – das Unternehmen wird 100 Jahre alt! Doch was waren die wichtigsten Meilensteine des letzten Jahrhunderts? Wie wurde aus dem „Pflandlflicker vom Kurzenhäusl“ der weltweit bekannte Heizkesselhersteller? Blicken wir gemeinsam zurück auf die Highlights der letzten 100 Jahre Windhager!

1921: Anton Windhager macht sich selbstständig

Eine Lehre zum Schmied und Schlosser, eine kleine Werkstatt und ein bisschen Werkzeug: Mehr braucht der 26-jährige Anton Windhager nicht, um sich 1921 in Seekirchen am Wallersee nahe Salzburg selbstständig zu machen. Die Umstände nach dem Ersten Weltkrieg sind schwierig, doch Anton ist bekannt für seine Geschicklichkeit. Er repariert anfangs hauptsächlich kleine Maschinen und Hausrat für Bäuerinnen aus der Umgebung. Das bringt ihm den Namen „Pflandlflicker vom Kurzenhäusl“ ein.

Wenig später beginnt Anton Windhager mit der Herstellung einfachster Öfen. Nur drei Jahre nach der Gründung zählt das Unternehmen bereits fünf Gesellen und sechs Lehrlinge. Diese bekommen täglich warme Mahlzeiten in der hauseigenen Werksküche, für die Antons Frau Elisabeth zuständig ist.

1939 – 1941: Windhager wächst

Mit 21 Mitarbeitern produziert Anton Windhager 1939 bereits 1.400 Öfen. Das Bedürfnis nach verlässlicher Wärme in den eigenen vier Wänden ist während des Zweiten Weltkriegs besonders groß. Das spürt auch Anton Windhager, denn das Geschäft floriert trotz der Krisenjahre.

1951 – 1957: Vom Druckschiffherd zum Elektro- und Gasherd

Nach der Gründung der „Anton Windhager OHG für die fabriksmäßige Fertigung von Sparherden“ verlagert sich die Produktion von Druckschiffherden hin zu Elektro- und Gasherden. Eine Halle für die Elektrofertigung wird gebaut, ein eigener E-Herd entwickelt. Noch produziert Anton Windhager mit seinen 77 Mitarbeitern vorwiegend für Fremdfirmen.

1958 – 1968: Qualität hat einen Namen

Mit den 60er-Jahren beginnt die Produktion von Herden unter dem Namen Windhager. Über die hohen Qualitätsstandards für seine Produkte wacht Anton Windhager persönlich. Das Unternehmen wird weiter ausgebaut. Ein Emailierwerk samt Montagehalle, eine neue Stanzerei und eine Bandlackierung entstehen. Windhager produziert bereits erste Ölöfen.

1969: Die erste Windhager Zentralheizung und der letzte Weg von Anton

Anton Windhager verstirbt am 29. Jänner 1969 sehr plötzlich. Die Leitung des Unternehmens übernimmt sein Sohn Werner. Dieses Ausnahmejahr markiert auch die Geburtsstunde der wasserführenden Zentralheizung. Der erste Etagenheizkessel für den Zentralheizungsanschluss wird in der Wohnung des damaligen Schweißerei-Meisters eingebaut.

1970-1979: Windhager Kompetenz-PARTNERSCHAFT

Rund 50.000 Ölheizungen und 2.500 Zentralheizungsherde fertigt Windhager mit seinen 171 Mitarbeitern Anfang der 70er-Jahre. Mit dem Beginn der Zentralheizung führt Werner Windhager eine neue Vertriebsstruktur über technisch versierte Installateure ein. Die Windhager Kompetenz-PARTNERSCHAFT ist innerhalb kürzester Zeit ein voller Erfolg und wird bis heute im Unternehmen gelebt.

1980 – 1989: Windhager ist Markführer in Österreich

Ein Baukastensystem für Öl-, Festbrennstoffkessel und Warmwasserboiler macht Windhager in den 80er-Jahren zum Marktführer in Österreich. Außerdem gründet Werner Windhager Niederlassungen in der Schweiz und in Deutschland.

1990 – 1999: ISO-Zertifizierung, Vollgarantie und erster Pelletskessel

Qualität wird bei Windhager seit jeher groß geschrieben. Um die hohen Standards zu belegen und von unabhängigen Stellen zu kontrollieren, lässt sich das Unternehmen 1994 nach ISO 9001 zertifizieren. Mit dem Qualitätsanspruch eng verknüpft ist auch die Einführung der 5-jährigen Vollgarantie, die Windhager als erster Heizkesselhersteller seinen Kunden verspricht. 1999 kommt der erste vollautomatische Windhager Pelletskessel, der PMX, auf den Markt.

2001: Weltweit patentierter Ölbrenner

Effizientes Heizen mit Öl wird dank einer weltweit patentierten Entwicklung aus dem Hause Windhager, des Perpetum-Brenners möglich. Der Ölkessel MIRA ist der erste modulierende Ölkessel auf dem Markt.

2002 – 2007: Modernisierung der Produktion

Made in Austria ist bei Windhager nicht nur ein Lippenbekenntnis. Das Unternehmen investiert zwischen 2002 und 2007 rund 22 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion. Eine der größten und innovativsten Fertigungsstraßen für Pelletskessel entsteht in Seekirchen am Wallersee.

2013: Gernot Windhager übernimmt das Unternehmen

Windhager ist bereits in der dritten Generation in Familienhand. Gründerenkel Gernot Windhager übernimmt 2013 die Führung des Unternehmens.

2014 – 2015: Windhager Heiz-Erlebniswelt

Die Firmenzentrale in Seekirchen wird umgebaut und ein 600 Quadratmeter großer Schauraum, die Windhager Heiz-Erlebniswelt, wird eröffnet.

2016: Windhager revolutioniert das Heizen mit Hackgut

Der Hackgutvergaser PuroWIN ist eine Revolution für das Heizen mit Hackschnitzel. Kaum mehr messbare Staubemissionen und serienreif gesaugtes Hackgut zeichnen dieses innovative Produkt von Windhager aus.

2021: World of Windhager

100 Jahre Windhager sind ein sehr guter Grund für einen weiteren Meilenstein. Im Jubiläumsjahr investiert Windhager am Firmenstandort in Seekirchen und errichtet auf 2.300 Quadratmetern die World of Windhager (WOW). Die Kombination aus interaktiver Ausstellung, Gastronomiebereich für Kunden und Mitarbeiter, Forschungszentrum und Schulungsräumlichkeiten macht den WOW-Effekt der World of Windhager aus.

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Gabriele Engels ist bereits seit 2001 Teil der Windhager Mannschaft. In dieser Zeit war sie durchgehend im Marketing beschäftigt und für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Seit 2012 liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.