15 Jahre Pellets heizen: Ein Erfahrungsbericht

Franz Streimelweger und seine Frau, Renate Betz, gehören zu den Pellets-Pionieren unter den Heizungsbetreibern. Die beiden haben sich schon vor 15 Jahren entschieden, ihr neues Einfamilienhaus in Texing/Niederösterreich  mit Pellets zu beheizen. Zu dieser Zeit galten Pelletskessel noch als Exoten unter den Wärmeerzeugern und nur die wenigsten wussten, was Holzpellets sind, geschweige denn, wie eine Pelletsheizung überhaupt funktioniert. Warum sich die beiden trotzdem einen PMX von Windhager gekauft haben und welche Erfahrungen sie in diesen 15 Jahren mit Ihrer Pelletsheizung machten, erzählte uns Renate Betz in einem Interview.

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Franz Streimelweger mit seinem PMX

Frau Betz, seit wann heizen Sie schon mit Pellets?

Unser Windhager Pelletskessel wurde im Dezember 2002 in Betrieb genommen. Wir heizen also schon seit fast 15 Jahren damit.

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Renate Betz

 

Warum haben sie sich damals für einen Pelletskessel entschieden?

Wir wollten eine Lösung, mit der wir langfristig preiswert heizen konnten und die komfortabel und sicher funktioniert. Pellets waren schon 2002 günstiger als Öl oder Gas, auch wenn der Preisunterschied damals noch nicht so groß war, wie in den darauffolgenden Jahren. Außerdem waren wir von dem Brennstoff sofort angetan. Pellets werden ja aus Holz hergestellt und davon gibt es in unserer Region mehr als genug. Wir heizen also mit einem Brennstoff, der vor unserer Haustür verfügbar ist und nicht von weit her importiert werden muss. Das gibt uns zusätzlich ein sicheres Gefühl beim Heizen.

Was hat Ihnen an dieser neuartigen Heiztechnik besonders gut gefallen?

Dass man damit günstig und auch nachhaltig mit Holz heizen kann, ohne nachlegen zu müssen. Wir konnten uns das vorher gar nicht vorstellen, aber der Windhager PMX ist wirklich so einfach und komfortabel zu bedienen wie eine Ölheizung.

 

Warum haben Sie sich für eine Pelletsheizung von Windhager entschieden?

Wir haben uns hier ganz auf die Empfehlung meiner Schwester, Andrea Betz, verlassen. Sie ist Eigentümerin und Chefin eines Installateur-Betriebes und kennt sich mit dem Thema Heizen daher besonders gut aus. Andrea war damals selbst vom Windhager Pelletskessel PMX begeistert und hat uns den Kessel als „den Besten“ empfohlen. Er galt als sehr betriebssicher und überzeugte uns durch seinen hohen Heiz- und Bedienkomfort. Von der Pellets-Zuführung aus dem Lagerraum über die Ascheaustragung, bis hin zur Heizflächenreinigung funktioniert beim PMX alles vollautomatisch. Außerdem verbrennt der Kessel so sauber und sparsam, dass wir im Winter nur ein bis zwei Mal die Aschebox leeren müssen. Und das schon seit fast 15 Jahren.

 

Was mussten Sie beim Einbau der Pellets-Heizanlage beachten?

Wir wussten schon relativ früh, dass unser neues Haus mit Pellets beheizt wird und haben den Einbau der Pellets-Anlage schon in der Planung entsprechend berücksichtigt. Dazu haben wir einen Lagerraum für die Pellets errichtet und einen feuchtigkeitsunempfindlichen Kamin einbauen lassen.

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Haus der Familie Betz in Texing /Niederösterreich

 

Wie groß ist ihr Pelletslager?

Unser Pelletslager ist mit 14 Kubikmetern Gesamtvolumen relativ groß. Darin können wir mehr als einen Pellets-Jahresbedarf unterbringen und bei Bedarf auch eine größere Brennstoffmenge bevorraten.

 

Wie werden die Pellets vom Lager zum Kessel transportiert?

Per Saugsystem. Windhager hatte diese Art des Pellets-Transportes schon damals im Programm. Die Pellets werden über drei Sonden angesaugt und über den angeschlossenen Schlauch zum Kessel transportiert. Das passiert in der Heizsaison zirka einmal am Tag. Auch das Windhager Pellets-Transportsystem hat sich bestens bewährt. Es funktioniert reibungslos und ist sehr betriebssicher.

 

Wie oft tanken Sie Pellets und wie lange heizen Sie mit einer Tankfüllung?

Wir kaufen einmal im Jahr fünf Tonnen Holzpellets. Das reicht aus, um unser 240 Quadratmeter großes Haus zwölf Monate lang mit Wärme zu versorgen.

 

Ein wesentliches Kriterium für Sie waren niedrige Heizkosten. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Auf jeden Fall.  Unsere Heizkosten lagen in den letzten Jahren je nach Pelletspreis bei rund 1.000 bis 1.300 Euro im Jahr. Dabei war der Preisunterschied zu Öl und Gas beträchtlich. Wir haben uns einmal ausgerechnet, dass wir in dieser Zeit zirka 40 Prozent günstiger als mit Öl geheizt haben. Hätten wir uns für eine Gasheizung entscheiden, wäre uns das um durchschnittlich 30 Prozent teurer gekommen. Grundsätzlich waren die Pellets während der gesamten 15 Jahre durchgehend billiger als die fossilen Brennstoffe.

Wie haben denn ihre Familie, Freunde und Nachbarn  auf Ihre neue Pelletsheizung reagiert?

Die waren natürlich sehr neugierig. Wir gehörten sicher zu den ersten Pellets-Heizungsbesitzern in der Gegend. Unsere Windhager Pellets-Heizanlage wurde daher von vielen Gästen bestaunt. Einige von Ihnen haben sich später dann sogar selbst einen Pelletskessel zugelegt.

 

Welches Resümee ziehen Sie nach 15 Jahren Pellets heizen?

Ein sehr positives. Unser Windhager Pelletskessel PMX hat uns bis heute immer sicher und zuverlässig mit Wärme versorgt. Er ist außerdem sehr pflegeleicht und wartungsfreundlich. Auch unsere Erwartungen in den Brennstoff haben sich erfüllt. Pellets sind heute sogar noch günstiger als damals. Wir können daher jedem nur wärmstens empfehlen, mit Pellets zu heizen.

 

16 thoughts on “15 Jahre Pellets heizen: Ein Erfahrungsbericht

  1. Ganz so alt ist unser PMX-150 nicht (ging November 2004 in Betrieb – in Süddeutschland). Auch heute funktioniert noch alles tadellos. Nur einmal stand die Heizung (ein Schalter defekt), jetzt wurde der Brenner-Topf ausgetauscht. Sonst wurde nur ein Konus und ein Keramikdorn ersetzt. Insgesamt war die Entscheidung für Pellets und Windhager absolut richtig – auch wenn es damals nur 3 Häuser im Ort mit Pelletsheizung gab.
    Allerdings ist die Steuerung aus heutiger Sicht veraltet (z.B. läuft die Heizungs-Entladepumpe auch dann, wenn der Brenner zur Reinigung abgeschaltet ist…) und man bekommt nur schwer mit, was die Heizung so macht. Mich würde interessieren, ob es da ein (kostenmäßig) sinnvolles Upgrade gibt. Alternativ ist die Frage, ob es eine Dokumentation des Kommunikationsprotokolls gibt (der Daten, die über das Kabel zur Steuerung gehen) – ich würde gerne die aktuellen und kumulierten Daten (Brenndauer…) über einen kleinen Server abgreifen.

    1. Lieber Herr Ferger,

      vielen Dank für Ihren Blog-Kommentar. Wir freuen uns natürlich sehr, dass Ihre Pelletsheizung schon so lange gut funktioniert und Sie immer noch zufrieden damit sind. Als PMX-Besitzer sind Sie ja sozusagen ein wahrer Pellets-Heizpionier.

      Zu Ihrer Frage zur Regelung müssen wir Ihnen aber leider mitteilen, dass ein Update in der von Ihnen gewünschten Art leider nicht möglich ist. Die damals verwendete Hardware/Software wurde nicht passend für externe Zwecke dokumentiert. Zudem lassen sich leider über den Regelungsbus grundlegend keine Kesseldaten übertragen und abgreifen.

      Sie können aber sicher sein, dass Ihr PMX trotzdem sicher, sparsam und sauber arbeitet. Denn mit diesem Kesselmodell haben wir schon damals Maßstäbe beim Pelletsheizen gesetzt. Viele der von uns entwickelten PMX-Technologien, wie die Verbrennung, die automatische Reinigung oder auch die automatische Pellets-Saugzuführung sind auch heute noch Stand der Technik und wurden zwischenzeitlich von vielen Mitbewerbern kopiert.

      In diesem Sinne wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem PMX.

      Ihr Windhager Team

    2. #thema verbrauchsdatenanalyse: bin techniker, und habe in einem projekt dieses jahr die messung des pelletsverbrauchs in abhängigkeit der außentemp und der gewählten betriebsart, auf einem kleinen linuxserver, in python umgesetzt. in form einer graphischen ausgabe wird ersichtlich, wie sich eine betriebsart im verbrauch auswirkt. ohne eingriff in die heizung fließt hierbei die anzahl der förderschnecken umdrehungen in die analyse ein. diese messung und analyse des verbrauchs könnte sowohl für den erzeuger als auch einen technisch versierten kunden von interesse sein.

      1. Hallo Hans-Jürgen,

        auch uns als Pellets-Heizungsspezialist ist es wichtig, dem Betreiber Infos zu allen wichtigen Parametern bereit zu stellen. Über unser Portal Windhager Connect Professional haben wir daher Zugriff auf alle Daten (auch Pelletsverbrauch), Einstellungen und Temperaturen der Anlage und können diese auf Wunsch einzeln oder in Kombination visualisieren.

        Jedenfalls danken wir dir für Deinen Hinweis. Deine Pellets-Verbrauchsanalyse ist eine sehr hilfreiche Funktion.

        Liebe Grüße

        Gabriele vom Windhager Team

  2. Unsere PMX150 ist Baujahr 2000 und wurde im Herbst des Jahres in unser Einfamilienhaus in Oberfranken eingebaut.
    Läuft steuerungstechnisch einwandfrei, mechanische Ersatzteile sind im normalen Rahmen für jetzt mehr als 17 Jahre Betrieb rund um die Uhr. Keramikdorne habe ich 4 oder 5 während dieser Zeit gebraucht.
    1 Saugzug-Gebläse, 1 Rüttelmotor, 1 Gußkonus und ein paar Microschalter. Natürlich noch Kohlen für das Starter-Gebläse.
    Gut finde ich, dass man Ersatzteile direkt im Werk bestellen kann. Somit können versierte Kunden (bin selbst aus dem Maschinenbau) die Teile einfach und schnell einbauen.
    Wir waren im Jahre 2000 die ersten im Umkreis von 50 bzw. 60 Kilometer. Der Schornsteinfeger konnte unsere Entscheidung in keiner Weise nachvollziehen, üblich und billiger wäre doch Öl.
    Wir sind bis zum heutigen Tage sehr zufrieden. Freuen uns wenn wir in den Heizungskeller kommen und es riecht nach Holz und Wald.

    1. Lieber Herr Müller,

      vielen herzlichen Dank für Ihren Blog-Kommentar. Wir freuen uns natürlich, dass Sie schon so lange zufrieden mit Ihrer Windhager Pelletsheizung sind und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude damit.

      Ihr Windhager-Team

  3. Hallo Frau Engels! Ich war bis 1993 für 25 Jahre in Südafrika und habe ab ca.1980 im Winter (Juni bis September) mit Öl geheizt. War anschließend bis 2015 in Schanghai in China und richtete mir dort 2005 eine zwei-Etagen Wohnung ein und installierte einen Pellet-Ofen. Funktionierte recht gut, auch wenn der China-Ofen manchmal Macken hatte (Start-Heizspirale durchbrennen, Schneckenföörderung verstopfen etc.), aber der Ärger kam ca.2013 – man konnte plötzlich keine vernünftigen Pellets mehr bekommen. Dann waren sie überhaupt nur mehr in Palletten mit mehreren Tonnen erhältlich. Bin nun seit 2015 zurück in Österreich und im Begriff die Wohnung zu verkaufen, der sehr hübsche Pelletofen ist nur ein Schaustück, schade! Beste Grüße, Ing. Kurt Pöchhacker, Linz

    1. Hallo Herr Pöchhacker,
      vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Uns würde interessieren, wo Sie im Jahr 2013 Ihre Pellets gekauft haben. Zu dieser Zeit gab es in Österreich ausreichend hochwertige Pellets, die auch als lose Ware verfügbar war. Grundsätzlich aber sollten Sie bei jedem Pelletskauf darauf achten, dass der Brennstoff mit dem Qualitätssiegel Enplus zertifiziert ist. Diese Pellets entsprechen der höchsten Qualitätsklasse A1 und werden auch von den Kesselherstellern zum Heizen empfohlen. Hier finden Sie mehr Infos dazu: http://www.enplus-pellets.at/qualitaet/

      Eine Liste von Lieferanten aber auch weitere interessante Infos zum Pelletsheizen finden Sie auf der Seite des Pelletsverbandes: https://www.propellets.at/lieferanten

      Beste Grüße
      Gabriele Engels vom Windhager Team

  4. seit 2001 ist unser PMX 150 in Betrieb und hat bereits über 32000 Betriebsstunden. Ca. 4 Wochen pro Heizsaison heizen wir unser Haus auch mit Stückholz in einen Windhager Heizkessel FKN. Da der Pelletskessel nun schon 17 Jahre in Betrieb ist, wäre es interressant was für eine Lebenserwartung diese Kessel haben und ob noch alle Ersatzteile verfügbar sind.
    schöne Grüße Johann Kühteubl, Hochwolkersdorf

    1. Lieber Johann,

      17 Jahre in Betrieb und über 32000 Betriebsstunden. Das ist eine tolle Leistung. Wir freuen uns, dass du mit deinem PMX Pelletskessel immer noch zufrieden bist.
      Grundsätzlich richtet sich die Ersatzteilverfügbarkeit nach unseren Vorlieferanten. Doch zumindest die funktionswichtigen Teile wie Feuerungsautomat, elektrische Komponenten und Brennerteile sollten zumindest bis 2020 zur Verfügung stehen.
      Liebe Grüße
      Tamara vom Windhager-Team

  5. Nachdem die Heizung durchgefeuert war, habe ich mich auch für einen Pelletkessel entschieden. Ich habe gar keine feste Zeit, zu der ich mit dem Heizen beginne, sondern mache das an den Temperaturen fest. Aber da ist sicher jeder anders. Oktober ist schon eine gute Zeit, um zu beginnen.

    1. Hallo Emma,
      du hast recht, Heizen hat immer Saison. Bei unserem verrückten Wetter kann es ja sogar im Sommer passieren, dass die Temperaturen in den einstelligen Bereich rutschen. Und warum soll man dann frieren, wenn man eine gut funktionierende Heizung hat? Ich mach das genau so und spare da eher bei der Raumtemperatur. Tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, wird bei uns die Heizung um zwei Grad gedrosselt und zirka eine halbe Stunde vor dem Heimkommen wieder hochgedreht. Mit dem Handy versteht sich, denn mit dem Smartphone und unserer Windhager App myComfort geht das kinderleicht. Übrigens,schon ein Grad weniger Raumtemperatur bringt eine Einsparung von rund sechs Prozent Heizenergie.

      Eine entspannte Heizsaison wünscht dir

      Gabriele vom Windhager Team

  6. Toll, dass Franz und Renate so mutig vorangegangen sind. Ich bin ebenfalls seit einigen Jahren mit Pellets dabei. Ich freue mich inzwischen immer darauf wieder Holzpellets nachkaufen zu können, weil ich gesehen habe, wie günstig das langfristig für mich ist!

    1. Hallo Neeltje,

      Schön, dass du auch nach vielen Jahren immer noch gerne mit Holzpellets heizt. Dein Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, dass sich das Pelletsheizen wirklich lohnt. Und je länger man sein Zuhause mit den kleinen Holzpresslingen wärmt, umso mehr lässt sich damit sparen.

      Weiterhin viel Freude mit Eurer Pelletsheizung wünscht Euch

      Gabriele vom Windhager Team

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Gabriele Engels ist bereits seit 2001 Teil der Windhager Mannschaft. In dieser Zeit war sie durchgehend im Marketing beschäftigt und für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Seit 2012 liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.