CO-Konzentration im Pelletslager

Immer wieder einmal hört man davon: Im Pelletslager kann es unter Umständen zu einer erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration kommen. Gleich vorweg möchten wir aber beruhigen: Werden bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, so ist ein Pelletslager nicht gefährlich! Diese sind in der Norm ENplus definiert.

Wie erkennen Sie CO und was kann passieren?

Kohlenmonoxid ist geruchs- und geschmacksneutral und kann daher nicht über die Sinne wahrgenommen werden. Ist in einem Raum eine erhöhte CO-Konzentration in der Luft, so können Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Der für ein Pelletslager typische Geruch hat also nichts mit Kohlenmonoxid zu tun, sondern kommt von den Harzen, die in den Pellets enthalten sind. Dieser Geruch ist absolut harmlos!

In Wohnräumen sind Kohlenmonoxid-Werte bis zu 5 ppm normal. Sind Personen längere Zeit einer Konzentration ab 100 ppm in der Atemluft ausgesetzt, gilt das als gesundheitsgefährdend. Hier finden Sie eine Auflistung von Kohlenmonoxid-Werten und ihren möglichen Folgeerscheinungen.

Wie entsteht eine erhöhte CO-Konzentration im Pelletslager?

Normalerweise treten erhöhte CO-Mengen in den ersten beiden Wochen nach der Befüllung des Lagers mit frischen Pellets auf. Da zu diesem Zeitpunkt aber das Lager nicht betreten werden kann, weil es voll ist, sollte das nicht zu Problemen führen. Je nach Größe und Dichtheit des Pelletslagers baut sich diese Konzentration dann stetig wieder ab. Bei einem für Ein- und Mehrfamilienhäuser üblichen Pelletslagerraum, der bis zu 10 Tonnen fasst und ausreichend belüftet wird, entstehen normalerweise CO-Mengen, die unbedenklich sind. Besondere Vorsicht ist bei der Lagerung von Pellets in beinahe luftdicht verschlossenen Tanks, beispielsweise Erdtanks, geboten.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie einhalten?

Ein Pelletslager muss ausreichend belüftet werden um die CO-Konzentration gering zu halten. Laut der Norm ENplus wird empfohlen, luftdurchlässige Deckel auf die Befüllstutzen für die Pellets zu geben (nur, wenn diese ins Freie führen!). Windhager hat diese speziellen Deckel im Programm, die bei Bedarf den Lagerraum belüften können und sogar einen extragroßen Querschnitt haben.

Zusätzlich empfehlen wir, das Pelletslager rund 15 Minuten zu lüften, bevor Sie hineingehen. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist eine zweite anwesende Person, die im Notfall helfen kann. Zu 100 Prozent sicher gehen Sie, wenn Sie ein CO-Warngerät installieren.

Windhager weist in sämtlichen Anleitungen sowie mit speziellen Sicherheitsaufklebern auf die möglichen Risiken im Pelletslager und auf erforderliche Maßnahmen hin.

 

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.