Einfach genial: Hackschnitzel fördern mit Saugsystem

Mit dem Windhager Hackgutvergaser PuroWIN können Hackschnitzel bis zu 25 Meter weit und 7 Meter hoch befördert werden. Auch kurvige Wegstrecken sind kein Problem mehr.

Das Heizen mit Hackschnitzel ist vor allem im ländlichen Raum sehr beliebt. Viele Landwirte besitzen selbst einen Wald oder können Holz günstig beziehen. Wird dieser Rohstoff zu Hackgut verarbeitet, kann er recht komfortabel zum Heizen genutzt werden. Denn anders als händisch beschickten Scheitholzheizungen, befördert ein Transportsystem die Hackschnitzel automatisch vom Lager in den Heizkessel.

Für den Transport der Hackschnitzel zum Heizkessel kamen bisher ausschließlich sogenannte Förderschnecken zum Einsatz. Diese funktionieren allerdings nur dann reibungslos, wenn sich der Heizraum in direkter Nähe vom Hackgutlager befindet. Der Grund: Mit den gängigen Förderschnecken lassen sich die Hackschnitzel nur bis zu einer gewissen Distanz problemlos befördern. Auch kurvige Wege oder Höhenunterschiede können mit einem Schneckensystem nur schwierig oder oft gar nicht überwunden werden.

Mit dem Hackgutvergaser-Kessel PuroWIN müssen diese räumlichen Voraussetzungen nicht mehr gegeben sein. Denn der Kessel lässt sich sowohl mit einer Transportschnecke, als auch erstmals mit einem flexiblen Saugsystem ausstatten. Dieses kann die Hackschnitzel serienmäßig selbst über kurvige Wegstrecken von bis zu 25 Meter Entfernung und 7 Meter Höhe vom Lager zum Heizkessel befördern.

Das PuroWIN Saugsystem lässt sich den unterschiedlichsten räumlichen Gegebenheiten flexibel anpassen.

Saugt Hackschnitzel um die Ecke

Der Brennstofftransport mittels Saugsystem ist für Windhager nichts Neues. Denn auch das weltweit erste, serienreife Pellets-Saugsystem hat Windhager Ende der 1990er Jahre entwickelt und ist auch heute noch Stand der Technik. Diese jahrzehntelange Erfahrung floss nun auch in die Entwicklung des Hackgut-Saugsystems ein. Die Funktionsweise ist einfach erklärt: Mittels Rührwerk und Austragungsschnecke werden die Hackschnitzel aus dem Lager bis zu einer Übergabebox außerhalb des Lagerraumes befördert. Dort befindet sich ein Gebläse, das die Hackschnitzel über eine Rohrleitung bis zum Vorratsbehälter am Heizkessel transportiert. Über eine Rückleitung, in der nur Luft gesaugt wird, schließt sich der pneumatische Kreislauf. Das Rohrsystem selbst lässt sich aus verschiedenen gebogenen und geraden Rohrelementen den unterschiedlichsten baulichen Gegebenheiten flexibel anpassen.

Sehr leise im Betrieb

Der Vorratsbehälter am Kessel hat ein Fassungsvermögen von 270 Litern bzw. rund 85 Kilogramm Hackschnitzel (Hartholz mit 30 Prozent Wassergehalt). Mit dieser Menge kann z.B. ein 40 kW PuroWIN sechs Stunden mit voller Leistung heizen. Bei einem geringeren Wärmebedarf ist natürlich ein entsprechend längerer Betrieb möglich. Erst wenn der Behälter fast leer ist, saugt der Kessel automatisch wieder Hackgut an. Der Saugvorgang selbst dauert nur zirka sieben bis acht Minuten. Dann ist der Vorratsbehälter wieder gefüllt. Von diesem werden die Hackschnitzel in den Brenner befördert. Da dieser Vorgang ohne größere Geräuschentwicklung vor sich geht, läuft der PuroWIN mit Saugsystem so leise, dass er auch problemlos in einem Wohngebäude untergebracht werden kann.

Die Kunden sind begeistert

Mittlerweile hat sich unser Hackschnitzel-Saugsystem auch in der Praxis sehr gut bewährt. Für Familie Ringhofer aus der Steiermark war zum Beispiel der leise Betrieb ein entscheidendes Kriterium. In ihrem Haus befindet sich der Heizraum direkt unter dem Schlafzimmer. Das ständige Betriebsgeräusch einer Transportschnecke hat den Einbau einer Hackgutheizung bisher undenkbar gemacht. Der PuroWIN mit Saugsystem hingegen war für diesen Fall die ideale Lösung.

Peter Lausenhammer aus Seekirchen hingegen konnte sich durch den Einsatz des Saugsystems aufwändige Umbauarbeiten an seinem Bauernhof ersparen. Sein Heizraum ist zirka 22 Meter vom Hackgutlager entfernt. Mit der Rohrleitung werden sowohl diese lange Transportstrecke, aber auch die unterschiedlichen Raumhöhen zwischen Lager und Heizkessel einfach überwunden.

Beispiel Nummer Drei stammt aus Niederösterreich. Bei Josef Kendler werden die Hackschnitzel von einem Schuppen unter der Straße durch zum PuroWIN Heizkessel im Wohnhaus gesaugt. Auch in diesem Fall konnte sich der Landwirt den Neubau eines Hackgutlagers sparen und heizt seitdem vollautomatisch mit einem heimischen und CO2-neutralen Brennstoff.

Bauernhof Josef Kendler

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Richard Zimmerebner ist bereits seit 1989 bei Windhager. Er war in unterschiedlichen Abteilungen tätig: Zuerst als Projektmanager für Neuprodukte, danach fünf Jahre als Gebietsbetreuer im Außendienst. Er kennt den Vertriebs-Innendienst ebenso wie den Einkauf, den er fünf Jahre geleitet hat. Aktuell kümmert sich Richard um das Produktmanagement für die Windhager Hackgutkessel und um Schulungen.