Pelletsversorgung Europas langfristig gesichert

Heizen mit Pellets ist umweltfreundlich, komfortabel und vor allem preiswert. Wen wundert es da, dass Pelletsheizungen in kürzester Zeit die Heizräume Europas erobert haben. Wie die European Biomass Association (AEBIOM) vor kurzem mitteilte, hat sich der Verbrauch von Pellets in Europa zwischen 2001 und 2013 jährlich um durchschnittlich 25 % erhöht – das bedeutet eine Verzwölffachung für diesen Beobachtungszeitraum.

 

Österreich ist Pelletsheiz-Weltmeister

Weltweiter Spitzenreiter beim Pelletsheizen ist Österreich. Laut propellets Austria sind in der Alpenrepublik bereits 112.000 Pelletskessel im Einsatz. Das sind 12,3 Pelletsheizungen pro 1.000 Einwohner. Gleich an Platz zwei hinter Österreich folgt Dänemark mit 11,3 Pelletsheizungen pro 1.000 Einwohner und rund 65.000 installierten Pelletskesseln. Aber auch in anderen europäischen Ländern boomt das Pelletsheizen. In Frankreich ist die Zahl der Pelletsöfen bis Ende 2013 auf 94.000 und die Zahl der Kessel auf 9.100 gestiegen. Deutschland konnte ebenfalls im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 15 Prozent verzeichnen.

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Steigende Pellets-Nachfrage

Experten rechnen damit, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren vor allem in Deutschland, Frankreich und in Italien noch stark steigen wird. Beispielsweise geht der Deutsche Pelletsverband DEPV davon aus, dass die jährliche Installationsrate in der Bundesrepublik bis zum Jahr 2017 von derzeit 30.000 Geräten auf 50.000 erhöhen wird. In Italien rechnet man mit einer Steigerung von 12.000 auf 35.000 Kesseln und in Frankreich von 9.100 auf 25.000. Hinzu kommt, dass in Europa auch immer mehr Kohlekraftwerke auf einen umweltfreundlichen Pelletsbetrieb umgestellt werden.

 

Mehr Importe aus USA und Kanada

Das rasante Wachstum am Pellets-Heizungsmarkt hat zur Folge, dass auch der Pelletsbedarf entsprechend steigt. Laut European Pellet Council soll sich der Pelletsverbrauch in Westeuropa bis 2020 von derzeit 15 Millionen Tonnen auf 25 bis 55 Millionen Tonnen erhöhen. Um diesen zusätzlichen Mengenbedarf zu decken, werden in Europa laufend neue Pelletswerke gebaut. Einen immer wichtigeren Beitrag zur Versorgungssicherheit Europas leisten aber auch Pellets-Importe. Hauptexportländer sind neben Osteuropa die USA und Kanada. Auf Grund ihres Waldreichtums verfügen diese Länder auch langfristig gesehen über ausreichende Ressourcen.

 

Positive Auswirkungen auf den Pelletspreis

ProPellets Austra Geschäftsführer Christian Rakos schätzt, dass derzeit bereits vier bis fünf Millionen Tonnen Pellets eingeführt werden. Der Großteil davon sind Industriepellets, die Kraftwerke verheizen. In Zukunft werden jedoch auch immer mehr Pellets für den privaten Gebrauch dazukommen. Viele Werke in den USA produzieren inzwischen nicht mehr allein Industriepellets für Kraftwerke, sondern auch Pellets nach dem ENplus-Zertifikat für Feuerungen im kleinen und mittleren Leistungsbereich. Damit ist nicht nur die Pelletsversorgung in Europa gesichert, auch der Pelletspreis wird durch dieses Zusatzangebot stabilisiert.

 

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Gabriele Engels ist bereits seit 2001 Teil der Windhager Mannschaft. In dieser Zeit war sie durchgehend im Marketing beschäftigt und für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Seit 2012 liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.