Heizen mit Pellets boomt

2019 um 30 Prozent mehr Pelletskessel installiert

Regionalität, Wertschöpfungsketten, Unabhängigkeit von Importen: Situationen wie die Corona-Krise führen uns drastisch vor Augen, wie wichtig Versorgungssicherheit für ein Land ist. Auch beim Heizen fällt die Wahl erfreulicherweise verstärkt auf heimische Produkte und regionale Brennstoffe. So wurden letztes Jahr über 30 Prozent mehr Pelletskessel in Österreich eingebaut als im Jahr zuvor.

Ob Klimakatastrophe oder aktuell die Corona-Krise – beides zeigt, wie wichtig Versorgungssicherheit, Regionalität und Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Lebens sind. Der behutsame Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist unerlässlich. Nur so erreichen wir die Klimaziele. Nur so erhalten wir für die nächsten Generationen eine lebenswerte Umwelt. Erfreulicherweise ist die Bereitschaft zu handeln in der Bevölkerung groß, auch was das energieeffiziente Heizen betrifft. Laut der jährlichen Heizungserhebung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich liegt Heizen mit Holzenergie weiterhin stark im Trend. Rund 11.600 Biomasse-Heizungen wurden letztes Jahr in Österreich installiert, 13,3 Prozent mehr als 2018.

Pelletsheizung boomt bei Ein- und Mehrfamilienhäusern

Insbesondere die Pelletsheizung boomt: Fast 60 Prozent aller 2019 verkaufter Biomasse-Kessel bis 100 kW sind Pelletskessel. 6.670 Pelletsanlagen (bis 100 kW) wurden somit letztes Jahr errichtet, das entspricht einer Steigerung von mehr als 30 Prozent im Vergleich zu 2018. Mit dem Großteil davon werden Ein- und Mehrfamilienhäuser beheizt; über 6.000 dieser Pelletskessel haben eine Leistung bis 30 kW.

Heizen mit Pellets boomt

Der Pelletskessel BioWIN2 Touch ist die ideale Heizlösung für Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Hohe Förderungen: Pellets statt Öl

In der Heizungssanierung, besonders beim Wechsel einer alten Ölheizung, ist der Pelletskessel sehr beliebt. Da der Heizungstausch eine langfristige Entscheidung für viele Jahre ist, zahlt sich der Blick in die Zukunft aus. Die Rahmenbedingungen für den Ausstieg aus Öl sind im Regierungsprogramm festgeschrieben: Im Neubau sind Ölkessel bereits verboten, ab 2021 auch für die Sanierung und bis Ende 2035 müssen sämtliche Ölheizungen ausgetauscht sein. Einen großen Anreiz für den raschen Kesseltausch schaffen die hohen Förderungen. Der 2019 sehr erfolgreiche „Raus aus Öl“-Bonus, eine Förderung des Bundes, kann seit kurzem wieder beantragt werden. In Kombination mit den verschiedenen Landes- und Gemeindeförderungen erhalten Heizungsbetreiber bis zu 11.000 Euro* an Unterstützung. Neu ist, dass die Bundesförderung auch rückwirkend bis 1. Jänner 2020 für bereits getätigte Maßnahmen beantragbar ist.

Umweltfreundliche Heizlösungen in Deutschland stark gefragt

Ähnlich wie in Österreich sind auch in Deutschland energieeffiziente Heizsysteme aktuell sehr gefragt. Die neue Austauschprämie für Ölheizungen ist für viele Heizungsbetreiber ein guter Grund mehr für den schnellen Heizungstausch. Der Ökobonus im Marktanreizprogramm des BAFA hat bereits im ersten Quartal 2020 zu 150 Prozent mehr Förderanträgen als im Vergleichszeitraum 2019 geführt.

Mehr Informationen über die aktuellen Förderungen erhalten Sie hier:

 

*Raus-aus-Öl-Bonus und Landesförderung Kärnten 2020

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.