Heizungs-Fachjargon: Was ist eine Abwurffeuerung?

Wer sich für eine Pelletsheizung interessiert, hat sicher schon einmal von einer „Abwurffeuerung“ gehört. Hinter diesem Begriff steckt ein Verbrennungsprinzip, welches speziell für den Brennstoff Pellets entwickelt wurde. Dabei befördert zuerst eine Förderschnecke die Holzpresslinge in den Brennraum, wo sie dann über einen Schacht in den Brennertopf fallen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Abwurffeuerung“. Im Brennertopf werden die Pellets entweder per Heißluftgebläse oder wie bei Windhager mit einem verschleißfreien Zündelement gezündet und anschließend verbrannt.

BioWIN2_Brennraum Abwurffeuerung

Abwurffeuerung im BioWIN2

Die Asche, die dabei entsteht, muss natürlich regelmäßig aus dem Brenner entfernt werden. Besonders einfach und vor allem gründlich funktioniert das mit einem sogenannten Asche-Schieberost. Windhager hat diesen speziell für seine Pelletskessel BioWIN2 und BioWIN XL entwickelt und patentiert.  Der Windhager Ascheschieberost besteht aus zwei Platten, die sich komplett öffnen. Dies hat den Vorteil, dass sich damit selbst gröbere Verbrennungsrückstände einfach aus dem Benner entfernen lassen.  Diese fallen in den darunterliegenden Aschebehälter und die Zündung der neu zugeführten Pellets passiert auf dem sauberen Rost.

 

Welche Vorteile hat die Abwurffeuerung?

Durch dieses Verbrennungsprinzip lässt sich der Brennstoff besonders genau dosieren. Die Abwurffeuerung ermöglicht dem Betreiber daher ein sehr bedarfsgerechtes und damit sparsames Pelletsheizen. Der Abwurfschacht, über den die Pellets in den Brenner fallen, wirkt außerdem als Rückbrandsicherung, da die Pellets nicht in direkter Verbindung mit der Glutzone stehen. Beim Windhager LowDust-Pelletsbrenner wirkt sich die Abwurffeuerung zudem sehr positiv auf die Emissionen aus. Das haben umfangreiche Praxistests bestätigt. Durch den kurzen Startvorgang und das schnelle Stoppen der Verbrennung beim Abschalten kommt es in diesen Phasen nur zu geringen Emissionsspitzen.

Systeme mit einer seitlichen Einschub- oder Unterschubfeuerung sind hier im Nachteil, da sie nicht so rasch reagieren können. Nach dem Abschalten des Brenners glimmt das Glutbett meist unter ungünstigen Emissions-Bedingungen (wenig Luft) nach.

BioWIN2 Pelletsbrenner

LowDust-Pelletsbrenner

Welche Alternativen zur Abwurffeuerung gibt es?

Die Pellets können auch mittels Unterschub- oder Einschubfeuerung in die Verbrennungszone transportiert werden. Bei einer Unterschubfeuerung werden die Holzpresslinge von unten in eine Verbrennungsmulde oder einen Brennteller gedrückt. Dort findet die Verbrennung statt und die übrig bleibende Asche fällt meist über den Tellerrand in den darunterliegenden Aschebehälter. Ähnlich funktioniert auch die Einschubfeuerung. Bei dieser Variante wird der Brennstoff von der Seite meistens mittels einer Schnecke eingeschoben.

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.