Alte Festbrennstoffkessel sollten getauscht werden

Durch den Tausch alter Festbrennstoffkessel gegen moderne Holz-, Hackgut- und Pelletsheizungen lässt sich die Feinstaubbelastung der Luft wesentlich reduzieren.

Endlich ist er da, der lang ersehnte Frühling. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und das Erwachen der Natur lassen uns den kalten Winter rasch vergessen.  Und der hatte es in diesem Jahr wirklich in sich. Vor allem der Jänner 2017 zählt mit einer Durchschnittstemperatur von gerade einmal Minus 6,1 Grad Celsius zu den kältesten Wintermonaten der vergangenen 30 Jahre.

Rekorde gab es aber nicht nur bei den Temperaturen. Auch die in der Luft gemessenen Feinstaubemissionen erreichten in dieser Zeit Spitzenwerte. Die Schuld an der „dicken“ Winterluft wurde zu einem großen Teil wieder einmal den Holzheizungen in die Schuhe geschoben. „Feinstaub Risiko Holzheizung“ lautete beispielsweise die Headline eines Artikels in einer der größten österreichischen Tageszeitungen. Diese Behauptung wollen wir natürlich so nicht stehen lassen, da sie irreführend ist und schlichtweg nicht stimmt.

Nur ein Fünftel der Feinstaubemissionen kommt vom Heizen

Industrie, Verkehr und Landwirtschaft verursachen die meisten Feinstaubemissionen

Grundsätzlich sollte man wissen, dass das Heizen gerade einmal ein Fünftel der gesamten Feinstaubemissionen in Österreich verursacht. Der weitaus größere Teil stammt laut Umweltbundesamt von den Sektoren Industrie (36 Prozent), Landwirtschaft (21 Prozent) und Verkehr (18 Prozent). Trotzdem werden immer wieder die Holzheizungen angeprangert und völlig zu Unrecht unisono über einen Kamm geschert.

Beim Holz Heizen kommt es nämlich ganz wesentlich darauf an, wie und mit welcher Art von Kessel geheizt wird. Problematisch hinsichtlich Emissionen sind vor allem veraltete, händisch beschickte Anlagen, oder Heizungen, die unsachgemäß betrieben werden. So werden zum Beispiel Festbrennstoffkessel von so manchem Besitzer als Müllverbrennungsanlagen missbraucht. Neben feuchtem Holz landen dann auch Kunststoffverpackungen oder sogar alte Möbel im Kessel. Dass diese Heizung dann sprichwörtlich zum Himmel stinkt, ist kein Wunder.

Moderne, vollautomatische Holzheizungen hingegen verursachen kaum mehr nennenswerte Staubemissionen. Die meisten am Markt erhältlichen Anlagen entsprechen dem strengen österreichischen Umweltzeichen UZ 37 und arbeiten daher sehr umweltfreundlich. Bestes Beispiel dafür ist unser neuer Hackgutvergaser PuroWIN. Er verbrennt das Hackgut so effizient und sauber, dass die dabei entstehenden Staubemissionen mit weniger als 1 mg/MJ kaum mehr messbar sind. Aber auch die Windhager Pelletskessel und Holzvergaser übererfüllen selbst die strengsten Umweltgrenzwerte.

Bis zu 90 Prozent weniger Feinstaub durch Kesseltausch

Um die von den Heizungen verursachten Feinstaubemissionen zu senken, müsste man also nur die alten Festbrennstoffkessel durch neue Holz-, Hackgut- oder Pelletsheizungen ersetzen. Eine Studie der Johannes Keppler Universität in Linz belegt, dass dadurch 90 Prozent der Feinstaubemissionen eingespart werden können. Der von vielen propagierte Umstieg auf Öl oder Gas wäre hier eher kontraproduktiv. Denn beide Heizformen emittieren zwar wenig Feinstaub, gelten jedoch als Hauptverursacher des klimaschädlichen CO2 Gases. Außerdem werden diese Brennstoffe aus meist krisenanfälligen Ländern importiert, während wir Holzbrennstoffe von regionalen Anbietern beziehen können.

Wer also sein Zuhause mit einer modernen Holz- oder Pelletsheizung wärmt, der kann das weiterhin mit ruhigem Gewissen tun. Besitzer alter Festbrennstoffkessel hingegen sollten sich schön langsam Gedanken um eine Heizungsmodernisierung machen. Davon würde nicht nur unsere Umwelt profitieren, auch der Betreiber selbst könnte sich über mehr Heizkomfort und weniger Heizkosten freuen.

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.