Pellets statt Öl: 10 Tipps für den Heizungstausch

Das Heizen mit Pellets ist günstig, komfortabel und macht uns unabhängig von Energie-Importen. Trotzdem zögern noch viele Öl- und Gasheizungsbetreiber mit dem Umrüsten Ihrer Heizanlage. Schuld ist meist Unwissenheit, denn nur den wenigsten ist bewusst, wie einfach ein Heizkesseltausch funktioniert und wie viele Vorteile die Wärmeversorgung mit Pellets bringt.

Eines gleich vorweg: Bauliche Veränderungen im Haus sind selten notwendig. Bestehende Heizkörper und vorhandene Fußbodenheizungen können einfach weiter verwendet werden. Wird ein Öl- gegen einen Pelletskessel getauscht, lässt sich der Öltankraum problemlos in ein Pelletslager umfunktionieren.

Pellets-Transport mittels Saugsystem

Verlegung von Pellets-Saugsonden im alten Öltankraum

Damit beim Umsteigen von Öl auf Pellets nichts mehr schief gehen kann, haben wir die 10 wichtigsten Punkte hier für Sie zusammengefasst:

1.   Informieren Sie sich

Recherchieren Sie, welcher Pelletskessel für Sie am besten geeignet ist. Sie finden im Internet viele Infos dazu. Bei den meisten Herstellern können Sie auch telefonisch nachfragen. Nutzen Sie Messen, um sich vor Ort beraten zu lassen oder besuchen Sie die Schauräume, um mögliche Kessel vorab zu besichtigen.

 

2.   Lassen Sie sich beraten

Wenden Sie sich an einen Installateur Ihres Vertrauens in Ihrer Nähe. Er wird Sie fachkundig beraten und Ihnen die für Ihre Anforderungen passende Heizlösung empfehlen.

Professionelle Hilfe beim Heizungs-Umstieg durch den Fachmann

Heizungs-Umstieg: Ihr Fachmann weiß worauf es ankommt

3.   Klären Sie Wichtiges vorab

  • Fragen Sie Ihren Rauchfangkehrer, ob Ihr Kamin saniert werden muss.
  • Haben Sie genügend Platz für einen Jahresbedarf an Pellets? Mit der kostenlosen Windhager App für das Planen eines Lagerraumes bekommen Sie die Antwort auf Knopfdruck.
  • Entscheiden Sie, welche Art der Pelletslagerung und -Zuführung für Sie am besten passt (gemauertes Lager, Gewebetank, Stahlblechtank oder Erdtank).
  • Können Sie ihr bestehendes Heizsystem (Pumpen, Heizkörper, usw.) noch weiter verwenden oder ist es schon veraltet? Fast immer lohnt es sich, wenn Sie alles zusammen modernisieren.
  • Gibt es Förderungen? Das Umsteigen auf eine umweltfreundliche Pelletsheizung wird häufig gefördert. Erkundigen Sie sich, ob Sie vom Bund, dem Land oder Ihrer Gemeinde unterstützt werden.
    Wir bieten Ihnen mit dem Windhager Online-Förder-Service einen kostenlosen Überblick über Ihre individuelle Fördersituation. Und das nicht nur für Heizungen, sondern auch rund um die Themen Bauen, Modernisieren und erneuerbare Energien.

 

4.   Holen Sie ein Angebot ein

Folgende Kosten müssen im Angebot enthalten sein:

  • Heizkessel
  • Neue Hydraulik-Komponenten wie zum Beispiel Pumpen und Verteiler (falls nötig)
  • Entsorgen des alten Ölkessels sowie des Öltanks (falls notwendig)
  • Sanieren des Kamins (falls notwendig)
  • Installationsarbeiten
  • Isolieren der Heizungsrohre
  • Elektrisches Anschließen des Heizkessels
  • Inbetriebnahme der Heizung durch den Werkskundendienst

5.   Erteilen Sie den Auftrag

Wenn Sie mit allen Posten des Angebots einverstanden sind, geben Sie dem Installateur Ihres Vertrauens einen Auftrag für das Umrüsten Ihres Heizsystems.

 

6.   Nehmen Sie Kontakt zu den Behörden auf

Geben Sie bei Ihrer Gemeinde oder Behörde Ihre Bauanzeige ab. Reichen Sie bei dieser Gelegenheit Ihr Ansuchen um eine Förderung ein. Der Installateur Ihres Vertrauens unterstützt Sie dabei meist gerne.

 

7.   Termine koordinieren

Besprechen Sie mit Ihrem Installateur den Zeitplan für die Modernisierung und gehen Sie gemeinsam die einzelnen Schritte durch. Der Kesseltausch ist meist in wenigen Tagen erledigt.

 

8.   Kaminbefund einholen

Wenden Sie sich an den zuständigen Rauchfangkehrer. Er liefert Ihnen die Bestätigung, dass der Kamin für ihre neue Pelletsanlage geeignet ist.

 

9.   Pellets rechtzeitig bestellen

Beachten Sie, dass die Lieferzeit für die kleinen Holzpresslinge meist zwei bis drei Wochen dauert.

 

10.    Die neue Heizung in Betrieb nehmen

Lassen Sie Ihre Heizung von einem geschulten Fachbetrieb oder dem Werkskundendienst Ihres Kesselherstellers in Betrieb nehmen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit gemeinsam mit dem Techniker, ob die Heizanlage wunschgemäß funktioniert und lassen Sie sich die Bedienung genau erklären.

Weitere hilfreiche Infos und Tipps für den Heizungstausch finden Sie im neuen Windhager Modernisierungsleitfaden „Umsteigen leicht gemacht“. Sie können die Broschüre kostenlos unter info@at.windhager.com anfordern oder gleich hier herunterladen:

Windhager Modernisierungs-Leitfaden

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Gabriele Engels ist bereits seit mehr als 13 Jahren Teil der Windhager Mannschaft. In dieser Zeit war sie durchgehend im Marketing beschäftigt und für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Seit 2012 liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.