Praxistipps für den Pelletskauf

Der Frühling ist die beste Zeit für den Pelletskauf. Die Lager der Anbieter sind wieder gefüllt und der Pelletspreis ist niedrig. Bei der Pelletsbestellung gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

Endlich ist der Winter vorbei und wir können uns über die ersten warmen Sonnenstrahlen und die erwachende Natur freuen.  Wer will da noch ans Heizen denken? Doch gerade jetzt lohnt es sich, für den nächsten Winter vorzusorgen. Sei es mit einer Heizungs-Wartung oder mit dem Nachfüllen des Brennstoffvorrates. Auch jene, die ihr Zuhause mit Pellets wärmen, sollten ihre Lager spätestens im Sommer wieder voll machen. Denn der Pelletspreis ist zu dieser Zeit um bis zu 10 Prozent niedriger als im Herbst. So kann man sich schon eine Menge Heizkosten sparen. Bei einem Bedarf von rund 6 Tonnen Pellets und einem aktuellen Preis von 240 Euro/Tonne wären das bis zu 150 Euro.

Doch nicht nur im Frühling können sich Pelletsheizungsbesitzer über den günstigen Pelletspreis freuen. Die kleinen Holzpresslinge gehören schon seit vielen Jahren zu den günstigsten Brennstoffen am Markt. Der Preisvorteil gegenüber Heizöl Extraleicht liegt derzeit bei mehr als 45 Prozent. Gas ist aktuell sogar um fast 70 Prozent teurer als Pellets. Der natürliche Wettbewerb zwischen den mittlerweile sehr zahlreichen Produzenten führt zusätzlich zu fairen Preisen für den Konsumenten.

Die Qualität ist wichtig

Beim Pelletskauf sollte der Heizungsbetreiber aber nicht nur auf den Preis achten, auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Wer minderwertige Pellets kauft, muss damit rechnen, dass sich sein Heizkessel dafür früher oder später mit Störungen und teuren Reparaturen rächt.

Aber woran erkennt man „gute Pellets“?
Holzpellets werden aus Abfällen und Resten der Holz- und Sägeindustrie hergestellt, die unter hohem Druck zu kleinen Presslingen verarbeitet werden. Die Verwendung von Bindemitteln ist dabei nicht erlaubt. Pellets sollten immer eine möglichst einheitliche Länge und eine glatte, glänzende Oberfläche ohne Risse haben. Außerdem sollten in der Lieferung möglichst kein Staub enthalten sein. Das gilt natürlich auch für den Zustand der Presslinge nach dem Befüllen des Lagerraums. Durch Fehler beim Einblasen kann es passieren, das selbst Qualitätspellets zu starkem Abrieb und somit zur Staubbildung neigen. Das ist auf jeden Fall ein Grund für eine Reklamation.

ENplus – ein Siegel gibt Sicherheit beim Pelletskauf

Wer bei der Pelletsbestellung auf Nummer sicher gehen will, sollte daher unbedingt auf Qualitätssiegel achten. Pellets, die nach ENplus zertifiziert sind, entsprechen der Güteklasse A1, die in der internationalen ISO-Norm 17225-2 definiert ist. Alle Windhager Pelletskessel für den kleinen und mittleren Leistungsbereich sind für den Betrieb mit dieser Qualitätsklasse ausgelegt. Die Verwendung zertifizierter Qualitätspellets ist daher bei Windhager auch an die Garantieleistungen geknüpft. Pellets der minderen Qualitätsklassen A2 oder B sind für das Betreiben von Kleinanlagen nicht geeignet und werden vor allem für das Beheizen von Großobjekten oder Befeuern von Heizkraftwerken eingesetzt.

 

Händler, die nach ENplus zertifiziert sind, werden von uns besonders empfohlen. Sie bieten nicht nur A1 Pelletsqualität sondern erfüllen auch bei der Herstellung, der Lagerung und bei der Lieferung der Pellets die von der Europäischen Pelletskommission definierten strengen Richtlinien. Unternehmen, die das Qualitätssiegel ENplus tragen, werden zudem regelmäßig durch unabhängige Experten überprüft.

Kennzeichnungen für mehr Nachhaltigkeit

Neben den gängigen Qualitätssiegeln haben sich in den letzten Jahren noch zusätzliche Auszeichnungen etabliert, welche die Pellets in puncto Nachhaltigkeit klassifizieren. Beispielsweise zeichnet der Blaue Engel Holzpresslinge aus, die besonders umweltfreundlich und nachhaltig hergestellt wurden. Da der Aufwand für diese Zertifizierung jedoch sehr hoch ist, tragen nur wenige Anbieter dieses Siegel. Wem die Herkunft des Rohstoffes Holz wichtig ist, sollte auf die Zeichen FCS oder PEFC für nachhaltige Forstwirtschaft achten.

 

Den richtigen Anbieter finden

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Pelletshändler, die zertifizierte Qualitätspellets liefern. Beispielsweise findet man auf der Webseite ENplus-Pellets eine stets aktuelle Liste aller ENplus zertifizierten Pellets-Händler und –Produzenten. Hilfreiche Plattformen bei der Händlersuche sind auch pelletshome.com oder propellets.at. Übrigens sind bereits 90 Prozent der in Österreich hergestellten Pellets nach der strengen ENplus Norm zertifiziert.

 

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.