Windhager: 50 Jahre Zentralheizen

Zentralheizung, die: Heizung, bei der die Versorgung der Räume eines Gebäudes mit Wärme zentral von einer Stelle (besonders vom Keller) aus geschieht. (laut Duden)

Seekirchen am Wallersee, 1921: Anton Windhager gründet eine kleine Schlosserei. Er repariert und baut dort selbst einfache Herde. Das Unternehmen wächst stetig und spezialisiert sich in den nächsten Jahren auf die Herstellung von Küchenherden.

50 Jahre Zentralheizen Windhager Küchenherde

1969: Die erste Zentralheizung von Windhager

Eine Bitte des damaligen Schweißerei-Meisters markiert 1969 den Beginn der Zentralheizung bei Windhager: Er möchte für sich selbst in einen dieser Zusatzherde einen Wasser-Wärmetauscher einbauen. Der Meister der Schweißerei verlegt in seiner Wohnung Rohre, baut in einigen Räumen Radiatoren ein und montiert ein – noch offenes – Ausdehnungsgefäß. Nachdem die Heizung mit Schwerkraft funktioniert, ist auch keine Heizungspumpe notwendig. Das Unternehmen hat damals noch keinen Prüfstand und deshalb kann die Leistung der ersten Windhager Zentralheizung nicht gemessen werden.

Holz-Etagenheizung wärmt das gesamte Haus

Windhager leistet mit seinen Holz-Etagenheizungen, die hauptsächlich von der Küche aus das gesamte Haus mit Wärme versorgen, Pionierarbeit. Diese Art der Heizung ist damals kaum bekannt. Fußbodenheizungen gibt es noch nicht, sondern die Wärmequelle versorgt über Heizungsrohre einfache Heizkörper. Windhager bietet bereits in den 70er-Jahren spezielle Sockelleisten an, hinter denen diese Rohre geführt werden können. Wände oder Fußboden müssen so nicht aufgestemmt werden.

Mit dem Start des Zentralheizens wird es notwendig, sich eine neue Vertriebsstruktur zu überlegen: Windhager verkauft seine Etagenkessel zuvor über den Großhandel, mit den immer komplexeren Produkten werden aber die Fachpartner wichtiger. Windhager beginnt, sich auf die Zusammenarbeit mit Installateuren zu konzentrieren und baut sein Fachpartner-Netzwerk rasch aus.

Windhager rührt bereits früh die Werbetrommel

Schon früh erkennt Windhager, dass eine erfolgreiche Marke Bekanntheit braucht. In den 60er-Jahren macht das Unternehmen deshalb verstärkt Werbung. 1969 übernimmt Werner Windhager von seinem Vater Anton den Betrieb. Unter seiner Führung feiert Windhager europaweit Erfolge mit einem Baukastensystem für Festbrennstoff-, Öl- und Gaskessel sowie Warmwasserboiler.

50 Jahre Zentralheizen Windhager

Nach der Einführung der ISO-Zertifizierung stellt sich die Frage, wie Windhager die hohe Qualität auch für die beim Installateur liegende Beratung, den Verkauf und die Montage seiner Heizungen sicherstellen kann. Die Lösung: Die Einführung der Kompetenz-PARTNERSCHAFT zwischen Windhager und ausgewählten Installateuren.

1999: Erster Pellets-Zentralheizungskessel von Windhager

Mitte der 90er-Jahre wagt Werner Windhager einen Schritt, der das Unternehmen bis heute nachhaltig prägt: Er entschließt sich zur Entwicklung von Pelletskesseln, und das in einer Zeit als vollautomatische Öl- und Gasheizungen das Nonplusultra der Wärmeerzeugung sind. Der PMX kommt 1999 auf den Markt und löst – auch wegen seines patentierten Pellets-Saugsystems – bei Fachwelt und Endkunden Begeisterung aus.

 

Windhager hat während der letzten 50 Jahre das Zentralheizen nachhaltig mitgestaltet und geprägt. Dass der Seekirchner Heizkesselhersteller auch zukünftig auf dem richtigen Weg ist, beweisen innovative Produkte wie beispielsweise der Hackgutvergaser PuroWIN oder der Pelletskessel BioWIN2 Touch.

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Christina Ortner ist seit 2011 bei Windhager im Bereich Marketing/Kommunikation tätig. Sie schreibt derzeit hauptsächlich Texte für den Blog und unterstützt bei der Presse- und Medienarbeit.