Vom Lehrling zur Führungskraft

Das nennt man wahre Firmentreue: Insgesamt 46 Jahre war unser Kollege, Josef Huber, bei Windhager beschäftigt. In dieser Zeit hat er sich vom Lehrling zur Führungskraft hochgearbeitet, kennt heute unsere Heizkesselfertigung aus dem FF und hat bis zuletzt Windhager Gäste mit seinen Werksführungen begeistert. Wer so lange in einem Unternehmen arbeitet, hat natürlich viel zu erzählen. Wir haben unseren lieben Josef daher noch um ein Interview gebeten, bevor er sich in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.

 

Josef, wofür warst du bei Windhager zuletzt zuständig?

Ich war in der Arbeitsvorbereitung für die Fertigung der Kesselmodelle BioWIN2, LogWIN Klassik und LogWIN Premium sowie für den BioWIN XL verantwortlich. Zu meinen Aufgaben gehörte die Arbeitsplatzgestaltung, das Erstellen von Arbeitsplänen, das Ermitteln von Vorgabezeiten und in Summe das Sicherstellen einer hohen Fertigungsqualität. Auch die Leitung und Organisation der gesamten Haustechnik wie beispielsweise die Instandhaltung der Firmengebäude gehörte zu meinem Aufgabenbereich. In dieser Funktion war ich auch am Umbau der Firmenzentrale sowie am Ausbau unserer Kesselfertigung maßgeblich beteiligt.
Und zu guter Letzt war ich auch für Werksführungen zuständig.

 

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag?

Ich kann mich sogar noch sehr gut erinnern. Von einem Kollegen habe ich erfahren, dass bei  Windhager ein Lehrling gesucht wird. Ich bin dann gleich zur Firma gefahren und habe mich beim damaligen Chef, Werner Windhager, persönlich vorgestellt. Schon nach einem kurzen Gespräch hat mich Herr Windhager eingestellt. Ich musste mich weder schriftlich bewerben, noch einen Lebenslauf abgeben. Das war damals schon sehr ungewöhnlich, aber es hat anscheinend alles gepasst. Am 11. September 1970 habe ich dann bei Windhager zu arbeiten begonnen.

 

In welcher Abteilung hast du begonnen und wie waren deine ersten Eindrücke vom Unternehmen?

Ich habe in der Lehrwerkstätte angefangen und nach der Grundausbildung kam ich in den Werkzeugbau. Mein Eindruck war ein guter, ich fühlte mich sehr gut aufgehoben und war damals sehr stolz, bei Windhager eine Lehre machen zu dürfen. Das war zu dieser Zeit schon etwas ganz Besonderes.

 

Welche Stationen hast du in deiner Windhager Karriere alle durchlaufen?

Meine Lehrzeit dauerte dreieinhalb Jahre. Danach war ich fünf Jahre als Werkzeugmacher beschäftigt. Irgendwie habe ich mir aber damals schon gedacht, dass ich zu anderen Aufgaben bestimmt bin. Ich wollte einfach mehr Verantwortung und Führungsaufgaben übernehmen.

Um mich weiter zu entwickeln, besuchte ich die zweijährige Werkmeisterschule für Maschinenbau. Danach folgten weitere Fach- und Führungsseminare. Angereichert mit neuem Wissen wechselte ich in die Qualitätssicherung. Nach jeweils einem Ausbildungsjahr in der Arbeitsvorbereitung und Konstruktion wurde ich zum Vorarbeiter in der Schweißerei mit Führungsverantwortung für 50 Mitarbeiter bestellt. Nach neun Jahren als Fertigungsleiter im Werk 3 wechselte ich 1999 in die Arbeitsvorbereitung, wo ich bis zuletzt tätig war.

 

Welche deiner Aufgaben zählte zu den größten Herausforderungen?

Als Meister in der Arbeitsvorbereitung war es für mich die größte Herausforderung, die Herstellung fehlerfreier Produkte zu niedrigen Herstellkosten sicherzustellen. Auch die Integration moderner Maschinen in unsere Fertigung war eine spannende Aufgabe. 1982 haben wir als erstes Unternehmen der Heizungsbranche bereits Schweißroboter eingesetzt.

 

Welche Tätigkeiten hast du am liebsten erledigt?

Das Führen von Menschen war für mich die schönste Aufgabe. Die Verschiedenheit jedes einzelnen. Auf jeden Menschen eingehen, ihn zu verstehen, und entsprechend seiner Fähigkeiten zu fördern und auch Grenzen zu erkennen.

 

Du warst 46 Jahre im selben Unternehmen – hast du nie überlegt, zwischendurch einmal den Job zu wechseln?

Ja, ich hatte einmal überlegt meinen Job zu wechseln, als ich bemerkte, dass ich Führungsaufgaben übernehmen möchte. Das hat sich dann aber von selbst erledigt, als mir bei Windhager eine entsprechende Position geboten wurde.

 

Was hat dir an Windhager und an deiner Arbeit besonders gut gefallen?

Mir haben an sich alle meine Aufgaben, die ich erledigen durfte, vor allem aber das selbständige Arbeiten, sehr gut gefallen. Ich hatte viel Freiraum bei der Arbeit und mir wurde von allen Seiten großes Vertrauen entgegengebracht.

 

Was wird dir an Windhager am meisten fehlen?

Ich habe bei der Firma Windhager vom ersten bis zum letzten Tag sehr gerne gearbeitet und kann eine sehr positive Bilanz ziehen. Vor allem durfte ich mit sehr lieben Menschen zusammenarbeiten, die mir jetzt natürlich fehlen werden.

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Vielen Dank lieber Josef für das Interview – wir wünschen dir für deine Zukunft alles Gute!!

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Gabriele Engels ist bereits seit 2001 Teil der Windhager Mannschaft. In dieser Zeit war sie durchgehend im Marketing beschäftigt und für die gesamte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Seit 2012 liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.