Windhager Pelletskessel sorgt in Henndorfer Gemeindeamt für klimaneutrale Wärme

Die Gemeinde als nachhaltiges Vorbild

Der aktuelle Bericht des UN-Klimarats zeichnet ein düsteres Bild: Die Erderwärmung schreitet noch schneller voran als befürchtet. Dass jetzt jeder Beitrag zählt, dabei sind sich die Experten ebenfalls einig. Manche Gemeinde ist sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und trifft bereits Maßnahmen zum Klimaschutz, wie das Beispiel von Henndorf am Wallersee zeigt. Seit fast zwei Jahren wird das Gemeindeamt umweltfreundlich und sicher mit dem größten Pelletskessel aus der Windhager Produktpalette beheizt – dem BioWIN XL. Für den Wechsel von Gas zu Pellets erhielt die Gemeinde Förderungen über 7.200 Euro von Bund und Land.

Möglicherweise war auch Ihre Gemeinde in diesem Sommer von Muren, Überflutungen oder langanhaltenden Dürren mit großen Ernteausfällen betroffen. Wenn wir nicht rasch gegensteuern, werden diese Naturkatastrophen bald zu unserem Alltag gehören. Um die Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren, müssen sich Gemeinden ihrer Vorbildwirkung bewusst und selbst aktiv werden. Ein Blick auf das Energiemosaik zeigt den Energieverbrauch jeder Gemeinde im Detail. Es ist noch viel Luft nach oben, was den Anteil erneuerbarer Energien betrifft. 

Ein Zeichen für mehr Umweltschutz setzen und als Gemeinde aktiv werden, das wollte man auch in Henndorf am Wallersee vor zwei Jahren. Eine umweltfreundliche Pelletsheizung ersetzt seit damals die alte Gasheizung.

Gaskessel raus, klimaschonender Pelletskessel rein 

Die schön renovierte Fassade des Henndorfer Gemeindeamts verrät nicht, dass das Marktgebäude aus den späten 50er-Jahren ursprünglich eine andere Bestimmung hatte: Bis 1994 war es das Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr und beherbergte unter anderem die Löschfahrzeuge. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist hier seit 1995 das Gemeindeamt untergebracht. 

Das zentral gelegene Marktgebäude sollte allerdings nicht nur durch seine Optik glänzen, sondern auch eine Glanzleistung in Sachen Umweltfreundlichkeit hinlegen. 2019 entschied die Gemeindevertretung deshalb, die 26 Jahre alte Gasheizung durch ein klimaschonendes Heizsystem zu ersetzen. Und weil das Gute bekanntlich so nahe liegt, wurde sie gleich in der Nachbargemeinde Seekirchen am Wallersee fündig. Dort entwickelt und fertigt Windhager seit 100 Jahren hochwertige Heizungen für Holzbrennstoffe.

Genügend Platz für Pelletslager

Der Umstieg von Gas auf Pellets wurde zu Beginn der Heizsaison 2019 in Angriff genommen. Im rund 1.200 Quadratmeter großen Gebäude wurde für die Brennstofflagerung Platz geschaffen. Ein Raum im Keller wurde für diesen Zweck geteilt und als Pelletslager umfunktioniert. Etwa 13 Tonnen Pellets können dort gelagert werden, zwei Mal pro Jahr wird im Schnitt aufgefüllt. Den Transport des Brennstoffs zum Kessel übernimmt das patentierte und wartungsfreie 8-Sonden-Saugsystem von Windhager – und das ohne Staub und Schmutz.

Der Pelletskessel für den großen Wärmebedarf 

Der BioWIN XL ist der größte Pelletskessel von Windhager und eignet sich ideal für die Beheizung von Gebäuden mit hohem Wärmebedarf, wie zum Beispiel Kommunal- oder Gewerbebauten. Für das Gemeindeamt Henndorf, das einmal mehr, einmal weniger Wärme benötigt, ist der modulierende Kessel mit einer Leistung von 18 bis 60 kW optimal. Es ist allerdings möglich, bis zu vier Heizkessel zu einer Kaskade zu verbinden – damit wird ein Leistungsbereich bis 240 kW abgedeckt. Egal ob Kaskade oder Einzelkessel: Der BioWIN XL überzeugt in jeder Variante mit seiner kompakten Bauweise. 

Geringer Betreuungsaufwand

Im Gemeindeamt Henndorf kümmert sich ein Mitarbeiter des Bauhofs um das Heizsystem. Der BioWIN XL macht es ihm einfach: Die XXL-Aschebox des Pelletskessels fasst die Asche von acht Tonnen Pellets und es reicht daher, die Box vierteljährlich zu entleeren. Auch sonst macht der BioWIN XL kaum Arbeit, da die Heizflächen automatisch gereinigt werden und ein patentierter, gegenläufiger Schieberost für einen sauberen Brennertopf sorgt.

Pelletsheizung speist Pufferspeicher

Die im Heizkessel produzierte Wärme nimmt im Fall des Gemeindeamts Henndorf übrigens einen besonderen Weg: Da ein ausgeklügeltes Regelsystem bereits vorhanden war, wird die gesamte Wärmeenergie des BioWIN XL in einem 1000-Liter-Puffer zwischengespeichert und von dort aus bei Bedarf ins Heizsystem eingespeist. 

Heimische Wirtschaft fördern und Arbeitsplätze sichern

Mit seinen 350 Beschäftigten am Standort in Seekirchen ist Windhager ein großer Arbeitgeber in der Region. Das weiß auch der Henndorfer Bürgermeister Rupert Eder, der seine Beweggründe für den Kauf des Heizkessels aus der Nachbargemeinde so beschreibt: „Wir haben uns für die Pelletsheizung von Windhager entschieden, weil es ein sehr innovatives Produkt ist, das unseren hohen Wärmebedarf umweltverträglich abdeckt. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, dass die Wertschöpfung in der Region – ja, sogar der Nachbargemeinde – bleibt und Arbeitsplätze erhalten werden.“ 

Kommunalbauten umweltschonend und sicher mit Wärme versorgen

Ob Schule, Gemeindeamt oder Vereinsheim – der Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem mit Pellets oder Hackgut ist für Gebäude mit großem Wärmebedarf einfach möglich. Außerdem erhalten Gemeinden dafür hohe Förderungen. Für den Wechsel vom fossilen Brennstoff Gas auf die umweltfreundliche Pelletsheizung hat die Gemeinde Henndorf Zuschüsse aus den Fördertöpfen von Bund und Land Salzburg in Höhe von 7.200 Euro erhalten. 

Die Heizanlage der Gemeinde Henndorf im Überblick:

  • Pelletskessel BioWIN XL 18 – 60kW
  • 1.000 Liter Pufferspeicher
  • 8-Sonden-Pelletssaugsystem
  • Gemauertes Pelletslager fasst ca. 13 t Pellets
  • Beheizte Fläche: rund 1.200 m2
  • Förderhöhe: 7.200 Euro 
  • Kosteneinsparungen im Vergleich zur Gasheizung: ca. 1.700 Euro/Jahr
  • CO2-Einsparung im Vergleich zur Gasheizung: ca. 20,57 t CO2/Jahr
  • Umsetzung: Oktober 2019 

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Johann Standl ist seit 1996 im Unternehmen und aktuell für das Produktmanagement verantwortlich. Eine seiner Kernaufgaben ist, sich um die Weiterentwicklung der Windhager Pelletsheiz- und Lagerraum-Lösungen zu kümmern.